History of NASCAR
In der über 50jährigen Geschichte der NASCAR haben sich die Rennfahrzeuge von den klobigen, schweren, strassenüblichen Serienfahrzeugen (engl. stock car) zu den geschmeidigen, kraftvollen Hightech-Maschinen entwickelt, die wir heute sehen.
Es begann alles in den späten vierziger Jahren auf dem berühmten Daytona Beach road course. In der Nachkriegszeit gab es keine grossartig neuen Enwicklungen betreffend Autos für den Normalbürger. Die Racing Fans wollten nicht die hochgezüchteten Vehicel auf den Rennkursen sehen, wärend dem sie mit ihren alten Nachkriegskarossen durch die gegend tuckerten. So war es die Idee von Bill France sen., Präsident der NASCAR 1948, Rennen mit normalen Serienfahrzeugen zu veranstalten. Lediglich wenige Anpassungen sollten sie renntauglich machen. Fahrzeuge, wie sie von den Fans und deren Familien täglich auf amerikanischen Strassen gefahren wurden. Da noch keine andere Rennserie diese Idee aufgegriffen hatte, begann NASCAR, diese umzusetzen.
Von der Fahrerseite her gesehen, war es keine grosse Geldinvestition, sich ein Rennauto zusammenzubauen. Ein nagelneuer Buick war für rund 4000 Dollar zu haben. Um es für die Rennen bereit zu machen, war nur noch sehr wenig nötig. Es gab auch Fahrer die mit gemieteten Autos zu den Rennen kamen. Normalerweise wurde direkt mit den Rennwagen zur Rennstrecke gefahren oder man schleppte sie mit dem eigenen Familienwagen zur Strecke.
Ausser den Motor etwas zu tunen gab es nicht viel zu tun. Die Front-, Seiten- und Heckscheiben wurden alle dringelassen, als Sicherheitsgurte dienten Seile oder Flugzeuggurte. Ueberrollbügel, wie sie 1952 eingeführt wurden, waren weder verlangt noch wurden sie sehr oft eingebaut.
Diese strickte Seriennähe brachte es mit sich, dass beim ersten offiziellen NASCAR Rennen 9 Hersteller am Start waren: Buick, Cadillac, Chrysler, Ford, Hudson, Kaiser, Lincoln, Mercury and Oldsmobile.
Die grössten Probleme waren Reifen-, Rad- und Aufhängungsdefekte, verursacht durch die ganz andere Belastung auf den Rennstrecken im Gegensatz zum normalem Strassengebrauch. Dies brachte einige kuriose Lösungen hervor, wie etwa diejenige des zweifachen Champions Tim Flock. Dieser hatte im Boden seines Wagens eine kleine Tür eingebaut, die er mit einer Kette öffnen konnte um den Zustand seines rechten Vorderreifens kontrollieren zu können.
“Wenn das weisse zu sehen ist, dann haben wir noch etwa zwei Runden Zeit, bevor der Reifen hinüber ist”, sagte Flock über sein Frühwarnsystem.
Genau solche Sachen waren es, die die Legenden in den frühen Tagen der Stock Car Rennen schufen. Es waren diese Fahrer, die sie hervorgebracht haben, buchstäblich mit ihren eigenen Händen, Füssen, unbeugsamen Willen und ihrem Mut.

Für einen längeren Zeitraum funktionierte es auf diese Weise bestens. Doch die immer höher werdende Ansprüche und Belastungen auf den Rennstrecken verlangte nach Neuerungen. Nicht zuletzt auch auf dem Sicherheitssektor. Es waren aber auch die Hersteller, die “Hochleistungs-Komponenten” in ihre Serienautos einbauten, um so diese schliesslich auch in den Grand Nations Rennen (einem vorgänger des Sprint Cups) einsetzen zu können.
Eine der ersten Komponente, die speziell für die Rennautos entwickelt und hergestellt wurde, war der Rennreifen, hergestellt und vertrieben von der Pure Oil Company 1952. Vor dieser Zeit waren die einfachen Reifen für die Serienfahrzeuge die einzige Wahl, die die Fahrer hatten.
… Fortsetzung folgt …